Status: in Ausführung
Ort: Connewitz, Leipzig
Bauherr: Leika e.G.
Zeitraum: 2024-2027
Leistungsphasen: 1-8
Die LEIKA ist als genossenschaftliches Wohnprojekt aus einem Konzeptvergabeverfahren hervorgegangen und versteht sich als Modell für einen solidarischen, nachhaltigen und barrierefreien Wohnungsbau. Ziel war es, unterschiedliche Formen des Wohnens und Arbeitens unter einem Dach zu verbinden und dabei sowohl individuelle Rückzugsräume als auch Orte der Begegnung zu schaffen. Der Neubau reagiert mit einer solitären, jedoch differenzierten Gebäudestruktur auf den städtischen Kontext. Ein gemeinschaftlich genutzter Laubengang erschließt die Wohnungen und wird dabei zum sozialen Raum des Hauses. Die Erdgeschosszone nimmt mit einer Kantine und Büroflächen öffentliche bzw. gemeinschaftsorientierte Nutzungen auf und bildet eine offene Schnittstelle zwischen Gebäude und Nachbarschaft. Die barrierefreie Erschließung ermöglicht ein generationenübergreifendes Wohnen und unterstützt die langfristige Nutzbarkeit der Wohnungen. Konstruktiv setzt das Gebäude auf eine hybride Holzbauweise. Der hohe Holzbauanteil reduziert den Einsatz mineralischer Baustoffe und verbindet ressourcenschonendes Bauen mit einer wirtschaftlichen und anpassungsfähigen Konstruktion. Die Kombination unterschiedlicher Trag- und Ausbausysteme ermöglicht es, die Anforderungen des sozialen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus mit den Qualitäten des Holzbaus zu verbinden. Auch das gemeinschaftlich genutzte Dach ist Teil des ganzheitlichen Nachhaltigkeitskonzepts. Ein Retentionsdach hält Niederschlagswasser zurück und unterstützt damit die Anpassung an zunehmende Starkregenereignisse. Ergänzt wird es durch eine Photovoltaikanlage zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die besondere Qualität der LEIKA liegt in der Verbindung von architektonischer, konstruktiver und sozialer Innovation. Das im Konzeptvergabeverfahren entwickelte Zusammenspiel von genossenschaftlicher Organisation, sozialem Wohnungsbau, gemeinschaftlichen Nutzungen und nachhaltiger Konstruktion macht das Projekt zu einem übertragbaren Modell für eine gemeinwohlorientierte Weiterentwicklung des Wohnungsbaus.